Anderl Heckmair, eigentlich Andreas, (* 12. Oktober 1906 in München; † 1. Februar 2005 in Oberstdorf) war ein deutscher Bergführer und Alpinist.
Heckmair, der in einem Münchener Waisenhaus aufwuchs, verbrachte im Alter von elf Jahren einen Erholungsaufenthalt in der Schweiz. Dabei erwachte seine Liebe zu den Bergen. Er erlernte den Beruf des Gartenbautechnikers, den er jedoch nur kurz ausübte. Während der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre wurde er arbeitslos. Es zog ihn in die Alpen, wo er sich mit Küchendienst in verschiedenen Berghütten einen bescheidenen Lebensunterhalt verdiente. Als Kletterer meisterte er extreme Wände in den Ost- und Westalpen und den Dolomiten. Er durchstieg im Juli 1938 mit seinem Freund Ludwig Vörg und den Österreichern Fritz Kasparek und Heinrich Harrer erstmals die Eiger-Nordwand. Die von ihnen benutzte Route wurde nach ihm benannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er an der Ostfront eingesetzt war, nahm er an Expeditionen in den Himalaya, nach Afrika und in die Anden teil. In Oberstdorf war er als Bergführer tätig. Auf seine Initiative hin wurde 1968 der Berufsverband der Deutschen Ski- und Bergführer gegründet.
„Bei meinen bergsteigerischen Unternehmungen hatte ich allzeit den Grundsatz: Es kommt nicht auf die Leistung, sondern auf das Erlebnis an.“
– Anderl Heckmair
Er hielt Vorträge über seine bergsteigerischen Unternehmungen und war auch als Autor tätig. Er schrieb mehrere Bergbücher sowie anlässlich seines 85. Geburtstages seine Biographie "Anderl Heckmair: So war's".
Von ihm stammt auch der Spruch „Alkohol in Maßen genossen schadet auch in größeren Mengen nicht“
Bearbeiten Über Anderl Heckmair
- Sein Sohn Andreas Heckmair hatte als Bergführer einen Lawinen-Unfall. Ab 1989 hat er sich auf Touren mit dem Mountainbike spezialisiert und die Heckmair-Route (Oberstdorf - Riva) im Jahre 1991 als eine der ersten Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike gelegt.
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