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Feldafing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg. Der Ort liegt bis zu 650 m über NN am Westufer des Starnberger Sees und bietet einen schönen Rundblick über den See und einen Teil der Alpen.
Bearbeiten OrtsteileZur heutigen Gemeinde Feldafing gehören die Ortsteile Feldafing, Garatshausen, Wieling und Wörth (Roseninsel). Bearbeiten GeschichteFeldafing gehörte seit 1565 zu Weilers Hofmark Garatshausen, kam dann um 1760 in den Besitz des Grafen La Rosee. Danach gehörte der Ort Herzog Max Joseph in Bayern, dem Vater der späteren Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi). Feldafing war Bestandteil der geschlossenen Hofmark Garatshausen-Possenhofen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Der Ort wurde bekannt durch die vorgelagerte Roseninsel und das Hotel Kaiserin Elisabeth. Beide Örtlichkeiten waren beliebte Aufenthaltsorte der österreichischen Kaiserin Sisi. Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in Feldafing eine Eliteschule der NSDAP, die Reichsschule Feldafing. Auf dem dazugehörigen Gelände wurde 1942 ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Feldafing zur Amerikanischen Besatzungszone. Von der Militärverwaltung wurde das Gelände der ehemaligen Reichsschule mit den Baracken des Konzentrationslagers als DP-Lager für jüdische so genannte Displaced Persons verwendet, das DP-Lager Feldafing. Von 1950 bis 1978 befand sich in Feldafing das Internat Institut Dr. Greite, ein privates, 13-klassiges Gymnasium für Mädchen und Jungen, das sechs ehemalige Villen nutzte. Bearbeiten EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.966, 1987 dann 3.647 und im Jahr 2000 4.231 Einwohner gezählt. 2005 lag die Zahl der Einwohner bei 4.500. Bearbeiten PolitikBürgermeister ist Bernhard Sontheim (Bürgergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Günter Gerhard (CSU/Parteifrei). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.638.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 569.000 Euro. Bearbeiten Gemeinderat
AUF = Aktion Unabhängiger Feldafinger Bearbeiten SehenswürdigkeitenFeldafing kann eine sehenswerte Villenkolonie aus dem 19. Jahrhundert vorweisen, darunter die "Villa Carl", im Jugendstil erbaut von Richard Riemerschmid oder die Villa Waldberta, heute Internationales Künstlerhaus der Stadt München. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Roseninsel. Der öffentlich begehbare langgestreckte 18-Loch-Golfplatz liegt direkt am See-Ufer und wird zu den schönsten Europas gerechnet. Bearbeiten Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten Wirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 162 und im Bereich Handel und Verkehr 57 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 735 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1087. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 8 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 144 ha, davon waren 119 ha Dauergrünfläche. Wichtige Firmen haben sich in Feldafing niedergelassen, u.a. auch Siemens mit seinem Bildungszentrum Führungskreis, gelegen direkt neben der Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr. An Bildungseinrichtungen gibt es u.a. die Otto-Bernheimer Grundschule, drei Kindergärten und ein internationales Fortbildungszentrum (InWent). Bearbeiten VerkehrEin S-Bahn-Haltepunkt sichert sowohl in Richtung Garmisch als auch ins Münchner Zentrum mit einer zwanzigminütigen Zugfolge Feldafings guten Bahn-Anschluss (S-6) überall hin. Hinzu kommt der Autobahn-Beginn schon ab Starnberg in Richtung München. Von der Bundesstraße B2 erreicht man Feldafing über Pöcking, Traubing oder den Ortsteil Wieling. Von Frühjahr bis Herbst verkehrt eine witterungsabhängige Personenfähre zur Roseninsel. Bearbeiten NachbargemeindenIn direkter Nachbarschaft befinden sich Tutzing, Pöcking, Possenhofen und Traubing. Bearbeiten Bekannte Einwohner
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten RadioKarin Sommer: "Eines Tages wird es wieder ein friedlicher Ort sein". Simon Schochets Erlebnisse im Flüchtlingslager Feldafing. (Radiosendung vom 11. Januar 1992 im Bayerischen Rundfunk) Bearbeiten Siehe auchBearbeiten WeblinksStädte und Gemeinden im Landkreis Starnberg
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