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Tochter des Dichters Ludwig Ganghofer, 1895
Friedrich August von Kaulbach (* 2. Juni 1850 in München; † 26. Juli 1920 in Ohlstadt bei Murnau am Staffelsee) war ein deutscher Maler. Er war der Sohn des Historienmalers Friedrich Kaulbach und ist berühmt für seine dekorativ schwärmerischen Porträts der vornehmlich weiblichen Gesellschaft im französischen Stil des 19. Jahrhunderts.
Bearbeiten LebenFriedrich August von Kaulbach (er signiert auch als Fritz August Kaulbach) studierte an der Kunstschule in Nürnberg (bei Kreling und Raupp) und dann bei seinem Vater Friedrich Kaulbach. 1871 siedelte er nach München um. Sein Bild Kinderkarneval, das die fünf Kinder der Familie Pringsheim darstellt, zeigt Katia Mann (ganz links) als Kind; Thomas Mann hatte lange, bevor er seine spätere Frau kennenlernte, eine Reproduktion des Bildes in seinem Zimmer hängen. Es folgten Aufenthalte in Paris. 1886 wurde er zum Direktor der Münchner Akademie ernannt. Er war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Seine Tochter Mathilde Kaulbach heiratete 1925 den Maler Max Beckmann, der sie zärtlich „Quappi“ nannte. Bearbeiten Kaulbach-Villa OhlstadtDie Kaulbach-Villa im oberbayerischen Ohlstadt war der Sommer- und Alterssitz des Malers. Seit Juli 1997 ist sie ein Museum, in dem rund 30 Gemälde und 25 Zeichnungen von Kaulbach gezeigt werden. Zugänglich und im Originalzustand erhalten sind der Atelierraum und ein Studierzimmer. Bearbeiten Kaulbach und die „Allotria“
Skizze von Kaulbach aus der „Lenbachiade“. Von links nach rechts bei einem Treffen der Allotria: Friedrich August von Kaulbach, Gustav Laeverenz, Lorenz Gedon, Gustav Majer („Schwabenmajer“), Anton Seitz, Franz von Lenbach, Bruno Piglhein, Max Freiherr von Baligand, Gotthardt Kuehl
Mit einer Vielzahl von Karikaturen dokumentierte Kaulbach mit spitzer Feder die Künstlerszene seiner Zeit. Prominente Motive fand er insbesondere unter den Mitgliedern der Künstlergesellschaft Allotria, die von Franz von Lenbach als Gegenkraft zu „etablierten“ Künstlern in München gegründet wurde. Schnell etablierte sich dabei Franz von Lenbach selbst, was Kaulbach und der „Schwabenmajer“ (Gustav Majer) zu freundlichem Spott in einer „Lenbachiade“ inspirierte. Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Weblinks
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