Dieser Artikel behandelt aktuelle Nachrichten und Ereignisse im September 2008.
Bearbeiten Montag, 1. September
- Tokio/Japan: Japans Ministerpräsident Yasuo Fukuda tritt nach nur einem Jahr zurück, um ein "politisches Vakuum" zu verhindern, bleibt aber bis zum Parteitag der regierenden LDP im Amt. Seine Regierungsumbildung vor einem Monat war von Opposition und Wirtschaft nicht goutiert worden, so dass Neuwahlen gefordert wurden. Für die Wahl des Nachfolgers wird Ex-Außenminister und LDP-Generalsekretär Taro Aso favorisiert. [1][2]
- Saint Paul/Vereinigte Staaten: In Minnesota findet die Republican National Convention zur Nominierung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten statt, wofür seit langem Senator John McCain feststeht. Vizepräsidentin soll Sarah Palin aus Alaska werden, deren unkonventionelle Art frischen Wind in den Parteitag und McCains Wahlkampagne bringt. [3]
- Deutschland: Seit dem 1. September 2008 müssen Ausländer in Deutschland zur Einbürgerung einen bundeseinheitlichen Einbürgerungstest bestehen. Dieser besteht aus 33 Fragen, die per Zufall aus einem Katalog von 310 Fragen ausgewählt werden und von denen 17 richtig beantwortet werden müssen. [4]
- New Orleans/Vereinigte Staaten: Der aus der Karibik kommende Hurrikan Gustav, der dort bereits viele Todesopfer forderte, erreicht östlich von New Orleans stark abgeschwächt das Festland. Dennoch sterben im Süden der USA acht Menschen. Vielerorts ist die Stromversorgung unterbrochen. [5]
Bearbeiten Dienstag, 2. September
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Bearbeiten Montag, 15. September
- Lehman Brothers stehen befristet unter Gläubigerschutz, weil das US-Insolvenzrecht der Bank noch gestattet, Fremdmittel zu acquirieren. Doch geben die Fachleute dem Institut nur wenig Chancen. Die unerwartere Insolvenz hat die internationalen Aktienmärkte erschüttert und in nur zwei Tagen Verluste weit über zehn Prozent verursacht. Der bei weitem größte Crash der USA ist mit 640 Mrd. US-Dollar (454 Mrd. €) Bilanzsumme über sechsmal höher als jene des Telekom-Riesen World-Com im Jahre 2002. In Gefahr geraten auch große Versicherungen wie die AIG (American International Group), während die Europäische Zentralbank für den Bereich der EU teilweise Entwarnung gibt. [44]
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Bearbeiten Mittwoch, 17. September
- Die Wahl Somchais erfolgte mit der 63-prozentigen-Parlamentsmehrheit der Regierungskoalition, in der die Volkspartei (Nachfolgerin der vom Militär verbotenen Thaksin-Partei TTT) dominiert. Die oppositionelle Volksallianz für Demokratie (PAD) hatte die Regierung durch anhaltende Demonstrationen gezwungen, vom Regierungssitz auf den alten Don-Muang-Flughafen von Bangkok auszuweichen. Somchai will zur Lösung der Krise beitragen; die Menschen seien der ständigen Auseinandersetzungen müde. [50]
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- Neapel/Italien: Bei zwei Schießereien in der Nähe von Neapel sterben sieben Menschen. Als Grund werden Machtkämpfe im Drogenmilieu vermutet. [54]
- USA: Angesichts der kulminierenden Finanzkrise schlägt US-Finanzminister Henry Paulson einen Rettungsplan (Paulson-Plan) im Umfang von 700 Mrd. US-Dollar vor. Der Fond soll weitere Insolvenzen von US-Banken und Finanzinstituten verhindern, indem der Staat die betroffenen Unternehmen liquid hält und im Gegenzug größere Aktienpakete übernimmt. [55]
- Kairo/Ägypten: Eine 19-köpfige Reisegruppe, bestehend aus elfTouristen (fünf Deutsche, fünf Italiener und eine Rumänin) sowie acht Reisebegleitern wird in der ägyptischen Region Gilf el Kebir entführt. [56]
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Bearbeiten Dienstag, 23. September
Die Berufsschule in Kauhajoki wenige Stunden nach dem Amoklauf, abgesperrt durch Polizeifahrzeuge.
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- Kairo/Ägypten: Die vor zehn Tagen in Ägpypten entführten elf Touristen und ihre acht Reisebegleiter werden im Tschad mit militärischer Hilfe befreit. Zuvor wurden sie in den Sudan, nach Libyen und zuletzt in den Tschad verschleppt. [85]
- Washington/Vereinigte Staaten: Der vom Finanzminister und der Notenbank vorgelegte Paulson-Plan, der 700 Mrd. US-Dollar zur Stabilisierung der Finanzmärkte und Übernahme gefährdeter Banken vorsieht, wird vom US-Repräsentantenhaus mit knapper Mehrheit verworfen. Eine modifizierte Fassung mit Steuersenkungen und parlamentarischen Kontrollrechten wird Anfang Oktober dem Senat vorgelegt. [86]
- New York/Vereinigte Staaten: Nach dem gescheiterten Rettungsversuch der US-Regierung für die amerikanischen Banken stürzt der Dow-Jones-Index um 777 Punkte oder rund acht Prozent ab. Diesem höchsten Tagesminus seiner Geschichte steht allerdings ein dreimal höherer Tagesverlust des Börsenindex im Jahr 1986 gegenüber. [87]
Bearbeiten Dienstag, 30. September
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